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Characters:
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Language:
Deutsch
Series:
Part 2 of Frisch
Stats:
Published:
2026-05-26
Words:
1,544
Chapters:
1/1
Comments:
6
Kudos:
11
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1
Hits:
84

Man lernt nie aus

Summary:

Boerne liest abends auf einmal irgendwas und Thiel möchte bei der Gelegenheit mal Boernes Konzentration testen und was ausprobieren.

Notes:

(See the end of the work for notes.)

Work Text:

Es war ein gemeinsamer Abend in ihrer immer noch recht frischen Beziehung. Boerne lag bereits im Bett, die Decke noch unbenutzt unter ihm, und schien vollkommen eingenommen von einem Buch oder einer Fachabhandlung oder was auch immer er auf einmal da in der Hand hielt.

Eben frischgemacht kam Thiel aus dem Bad und legte sich neben ihn. Er wollte gerade dazu ansetzten, sich zu seinem Parner zu drehen und ihn-

„Ich würde das gerade noch zu Ende lesen wollen“, murmelte Boerne, mit abwehrender Hand und ohne aufzuschauen.

„Jetzt?!“

„Weiterbildung ist ein elementarer Teil der intellektuellen Frische, mein lieber Frank. Man lernt nie aus!“

Thiel verdrehte die Augen. „Wenn du meinst…“

Nach einem Moment des sinnlosen ‚im Zimmer umherschauen und irgendwelchen nutzlosen Gedanken nachhängen‘ wusste Thiel jedoch nichts so recht mit sich anzufangen. Er hatte sich das irgendwie anders vorgestellt heute Abend. Sie hatten bisher ja kaum die Finger voneinander lassen können und Thiel verstand nicht, warum das heute auf einmal anders sein sollte.

Kurzentschlossen drehte er sich auf die Seite und begann kleine, leichte Küsse über Boernes Arm, Schulter und Hals zu verteilen. Dieser blieb standhaft seiner Literatur zugewandt, legte den Kopf jedoch ein wenig zur Seite, um Thiel mehr Spielraum zu geben. Den nutzte Thiel sogleich aus und ließ seine Lippen unter den Kragen des seidigen Pyjamas wandern.

Schnell schon viel zu eingenommen von dem Mann neben sich, hatte Thiels Hand ihren Weg zu seiner Taille gefunden, fuhr über den weichen Stoff und begann darunter zu schlüpfen, um über die noch viel weichere Haut zu streichen.

Mit sanft kitzelnden Fingerspitzen an seiner Flanke flüsterte Thiel ein verführerisch raues „Kann ich?“ gegen Boernes Kiefer.

„Ja ja, mach du nur.“ Boerne bemühte sich um einen möglichst unbeteiligten Ton.

„Dann lass dich von mir gar nicht von deinem…“ Ein Kuss landete möglichst tief in seinem Ausschnitt. „…ach so wichtigen Kram abhalten.“

Boerne schien der Empfehlung nachzukommen, so wie er den Text höher hielt, um weiterlesen zu können. Dennoch entging Thiel nicht, dass sein Atem flacher und ein wenig ruckartiger wurde.

Er begann sein Spiel in vollen Zügen zu genießen, rutschte im Bett ein wenig weiter herunter und küsste Boernes Pyjamaoberteil nach oben, bis er, mit seinem Kopf in den Stoff geschoben, Boernes Brust freigelegt hatte.

Hier konnte er Boernes merklich angespannt kontrollierten Atemzüge beobachten, als er ihn weiter mit fahrigen, kleinen Küssen und Nasenstupsern bedeckte.

Ein kleines Seufzen entwich Boerne und die Hand, die das Buch hielt, rutschte ein wenig zur Seite.

„Der Herr Professor wird sich von mir wohl doch nicht ablenken lassen...“, tadelte Thiel vergnügt.

Ein kleines Stück streckte Boerne seinen Brustkorb den Liebkosungen entgegen, hielt sich aber weiter brav den Text vor die Nase. Ob bei seinem zittrigen Atem jedoch noch viel bei ihm ankam, war eine andere Frage.

Thiel wollte ihn eigentlich nur ein wenig necken, doch auf einmal hatten seinen ewig wandernden Händen den Hosenbund unter den Fingern und er die Frage im Kopf, wie lange Boerne dieses Spiel wohl noch aufrecht halten konnte. Und wie er Boerne am besten zu Fall bringen wollte.

Vermutlich aus purem Trotz äußerte sich Boerne auch gar nicht dazu, dass sein Partner ihn immer weiter auszog, jedoch konnte Thiel spätestens jetzt gut erkennen, dass ihn dieses Spiel definitiv nicht unbeeindruckt gelassen hatte.

Von einer plötzlichen Faszination überkommen, betrachtete er die männliche Anatomie, also spezifisch die von Boerne hier vor ihm, in fast wissenschaftlicher Neugierde.

Er hatte sich in den letzten Jahren seine ja durchaus existente Anziehung zu Männern immer mehr eingestanden und war sich inzwischen wohl bewusst darüber, einiges an ihnen attraktiv zu finden. Körperbau oder gerade auch Hinterseiten zum Beispiel. Vor allem Boernes.

Wirkliches Interesse an… ähh… also, an eher… oralen… Erfahrungen… hatte er bisher jedoch nicht gehabt. Naja, zumindest nicht von der gebenden Seite aus. Bei der Erhaltenden sah das dann schon anders aus und da kam ihm Boerne in den meisten Fällen auch mächtig entgegen, wenn nicht sogar zuvor.

Trotzdem machte der Gedanke ihn plötzlich ein wenig neugierig.
Wenn er denn schon einmal hier unten war...

Er küsste die Rille von Boernes Hüftknochen hinab und leckte dann einmal kurzentschlossen seine volle Länge entlang. Dabei hörte er Boerne vollkommen überrascht aufstöhnen und zufrieden beobachtete Thiel, wie sich Fersen in die Matratze drückten.

„Thiel-“, presste Boerne durch seine Zähne und unter vollem Blickkontakt strich dieser mit seiner Zunge einmal zart über seine Spitze.

Ein fast gurgelndes Geräusch kam von über ihm, als Boerne erst einen Arm vor seinen Mund presste und dann seinen Kopf ins Kissen fallen ließ.

Der Text war schon lange gemeinsam mit seiner anderen Hand zur Seite gefallen und fasziniert beobachtete Thiel die sich dramatisch hebend und senkende Brust sowie die sich vor ihm abbildende, steigende Erregung. Er mochte das sofortige Feedback, das sich ihm hier zu jeder kleinsten Berührung bot. Hatte irgendwie was.

Testweise legte er seine Hand zurück auf Boernes Hüftknochen, strich ganz weit oben über die Innenseite des Oberschenkels und Boernes fast drängende Körperhaltung wie auch das erwartungsvolle Wimmern schien ihm eine recht eindeutige Einladung zum Weitermachen.

Langsam ließ er sich über ihn hinunter, nahm Boerne in seinen Mund, ganz langsam, Zentimeter für Zentimeter.

Er beobachtete Gefühl, Geschmack, Textur und vor allem Boernes zusehend - oder zuhörend – immer energischer auseinanderfallenden Zustand.

Thiel saugte ein wenig und betrachtete die sich in die Decke krallenden Finger, die zugekniffenen Augen, den leicht geöffneten Mund. Das kaum noch unterdrückte Seufzen, das hier und da mehr einem Wimmern glich.

Boernes Hüfte zuckte auf einmal ein Stück nach oben und Thiel ließ in seinem plötzlichen Schock reflexartig von ihm ab.

Dann grinste er.

„Der Herr Professor kann ja auf einmal gar nicht genug bekommen...“

Boerne versuchte fordernd Thiels Namen zu knurren, doch viel mehr als ein sehnsuchtsvoll gestöhntes "Frank..." brachte er nicht mehr zustande.

Dieser stemmte nun seine Unterarme über Boernes Hüften und drückte ihn fest in die Matratze, hielt ihn in Position.

Genüsslich leckte, dann knappte er an Boernes innerem Oberschenkel, spürte dabei, wie Boerne verzweifelt versuchte nun beabsichtigt seine Hüfte hochzudrücken, um ihm irgendwie entgegenzukommen, ihn wieder zu spüren, doch Thiel hielt ihn fest gegen die Matratze gestemmt.

Er küsste zärtlich die Seite von Boernes Erektion, kitzelte ihn mit seiner Zunge an der Basis der feinen Härchen und lauschte verzückt dem verzweifelten Wimmern über ihm. Unwillkürlich merkte er, wie er seinen eigenen Schritt in die Matratze drückte, seine Erregung pochend, aber dieses Experiment hier hatte gerade Vorrang.

Endlich, endlich nahm er Boerne wieder in den Mund - leckte, saugte mit steigendem Enthusiasmus und steigender Dringlichkeit, nahm ihn immer tiefer, solange es sich nicht unangenehm für ihn anfühlte. Fing an sich auf und ab zubewegen, strich mit seiner Zunge hin und her, brummte ein Stöhnen, dessen Vibration Boerne durch seinen gesamten Körper widerhallen spürte.

Anhand der ruckartigen, schneller und lauter werdenden Atem- und Stöhnfrequenz merkte Thiel, dass Boerne verdammt nah war und ließ mit einem letzten festen Zug von ihm ab, um seinen Mund durch seine Hand zu ersetzen. So aufregend er das alles fand, die Vorstellung, dass Boerne in seinem Mund kam, die ganze Flüssigkeit, überforderte ihn dann doch und das hier schien ihm gerade die angenehmere Lösung.

In schnellen Zügen pumpte er seine Hand auf und ab, Boerne, nun nicht mehr von Thiels Unterarmen eingeschränkt, drängte sich ihm entgegen, stieß in seine Hand und es brauchte nur wenige Augenblicke, bis er sich in mehreren Schüben über seinen Bauch ergoss.

Zufrieden betrachtete Thiel sein Werk - einen wunderschönen, erschöpft nach Luft ringenden Boerne. Die ersten Tropfen träufelten von seiner Seite hinab auf das edle Pyjamaoberteil und in einem letzten Anflug von Neugierde leckte Thiel einmal breit über die weiße Flüssigkeit, um sich dann selbst neben Boerne fallen zu lassen.

Gerade schob er seine Hand in seine eigene Unterhose, als diese wieder weggerissen wurde. Boerne, kaum wieder zu Atem gekommen, stürzte sich auf ihn, drückte ihm hastig ein paar Küsse den Körper herunter und nahm ihn in den Mund. Voller Begierde zog, saugte, leckte Boerne, fiel vollkommen über ihn her, glitt in steigendem Tempo immer wieder auf und ab und es dauerte nur wenige Augenblicke, bevor Thiel sich verkrampfte und mit einem lauten Stöhnen in Boernes Mund kam.

Zufrieden schluckte Boerne und ließ sich wieder neben Thiel fallen. Beide holten nebeneinander noch ein paar Atemzüge nach, bevor sie sich zueinander drehten.

Boerne fand als erster seine Worte wieder. „Woher kam das denn?“, fragte er interessiert.

Thiel zuckte mit den Schultern. „War neugierig.“

„Aha.“ Boerne lächelte. „Und? Neugierde befriedigt?“

„Befriedigt kann man wohl sagen.“ Ein dummes Grinsen stahl sich auf Thiels Gesicht.
„Man lernt ja nie aus – hat mal irgend so ein schlauer Professor gesagt, glaub ich.“

Boerne schnaubte mit einem amüsierten Kopfschütteln.

„Es kann aber sein, dass ich noch ein paar Testversuche brauche, um zu einem endgültigen Ergebnis zu kommen“, fuhr Thiel unbeirrt fort und zog Boerne dabei an sich. „Vielleicht müssen wir den Test bei Zeit mal wiederholen.“

„Nur richtig so! Das ist eine Notwendigkeit bei guter empirischer Arbeit“, dozierte Boerne und fuchtelte ihm dabei mit dem Zeigefinger vor der Nase herum. „Ich stehe der Wissenschaft dabei natürlich jederzeit vollstens zur Verfügung.“

„Dachte ich mir fast“, brummte Thiel mit einem leisen Lachen in sein Haar und Boerne kicherte verspielt gegen seine Brust.

Und jetzt an Thiel gekuschelt, lag es sich auch so verdammt gemütlich...
Seine Abhandlung konnte Boerne ja auch morgen noch zu Ende lesen.

Notes:

Mein (fast) allererster Versuch mal was Explizites zu schreiben, die Rohform auch schon wieder ein paar Monate alt.

Irgendwo vermutlich auch ein klein wenig ein Versuch, mich an das Vokabular zu trauen und mal zu sehen, mit was für Begrifflichkeiten ich so arbeiten kann.
Aber ich mag das Resultat :]

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